
🌾 Lughnasadh
🌾 Lughnasadh – Die Kunst des Ernten
Es gibt diesen Moment im Jahr, der leise kommt.
Die Felder stehen golden, das Licht liegt weich auf den Dingen,
und in der Luft schwingt etwas, das man nicht sofort greifen kann.
Wir nennen es Lammas – oder Lughnasadh.
Das erste Erntefest im Jahreskreis. Anfang August.
Es ist die Schwelle zwischen Hochsommer und Spätsommer.
Zwischen „alles blüht“ und „es wird stiller“.
Zwischen „so viel Fülle“ und „was davon nehme ich wirklich mit?“
Früher haben die Menschen Brote gebacken aus dem ersten Korn.
Sie haben gefeiert, getanzt, gedankt –
und sie wussten: Alles, was wir ernten, ist Geschenk.
Aber auch: Alles, was wir ernten, ist vergänglich.
Vielleicht spürst du das auch in deinem Leben.
Dass da Dinge gereift sind.
Erfolge, Erkenntnisse, Begegnungen,
oder einfach Momente, die dich still und froh gemacht haben.
Und vielleicht spürst du auch:
Nicht alles lässt sich festhalten.
Manches darf jetzt losgelassen werden,
damit der Rest reifen kann.
Lammas fragt dich nicht: „Was hast du erreicht?“
Sondern: „Wofür bist du dankbar?“
„Was darf bleiben, was darf gehen?“
Wenn du magst, geh raus.
Setz dich in die Sonne.
Schau, was du geerntet hast – nicht nur im Außen, sondern in dir.
Mach ein kleines Dankesritual.
Oder zünde abends eine Kerze an,
nur für dich, nur für diesen Moment.
Nicht, weil du musst.
Sondern, weil die Zeit dich daran erinnert,
dass alles im Wandel ist.
Und dass das schön ist. Und genau darum geht es jetzt: innehalten, schauen, danken.
✨ Was feiern wir an Lughnasadh?
Lughnasadh (sprich: Luu-na-sa) stammt aus der keltischen Tradition. Es ist dem Lichtgott Lugh geweiht – einem Gott der Künste, des Handwerks, der Ernte.
Es markiert den Moment, in dem wir den ersten Schnitt setzen: das erste Getreide, die erste Frucht, der erste Moment des Sammelns.
Doch mit jedem Schnitt kommt auch ein Schmerz. Wir feiern, was wir empfangen – und wissen zugleich: es wird weniger. Der Sommer neigt sich. Das Rad dreht sich weiter.
Es ist ein Fest der Dankbarkeit und der Demut.
Wir feiern das, was gewachsen ist.
Wir danken für das, was uns ernährt.
Und wir wissen: Nichts bleibt für immer.
🌙 Impulse für dich
- Was hast du in diesem Jahr gesät – und was darfst du jetzt ernten?
- Welche Arbeit, welche Beziehung, welcher innere Weg hat Früchte getragen?
- Wo merkst du, dass etwas seinen Höhepunkt überschritten hat?
- Was darfst du bewusst würdigen, bevor du es gehen lässt?
Es muss nichts Großes sein. Manchmal ist die stillste Frucht die süßeste.
„Wo merkst du, dass etwas seinen Höhepunkt überschritten hat?“
🌾 Warum diese Frage jetzt wichtig ist
Das klingt erstmal nüchtern. Vielleicht sogar ein bisschen traurig. Aber in Wahrheit steckt darin eine große Weisheit.
In der Natur gibt es kein endloses Wachsen.
Der Sommer wächst nicht ins Unendliche, genauso wenig wie die Blüte einer Pflanze.
Alles hat seinen natürlichen Bogen:
Wachstum → Reife → Ernte → Vergehen → Ruhe → Neubeginn.
Lughnasadh ist genau der Moment, wo wir spüren: Es ist nicht mehr Aufbruch, es ist Erntezeit.
Und das bedeutet: Nicht alles, was wir angefangen haben, lebt ewig. Nicht alles trägt unendlich.
Manches hat seinen Höhepunkt erreicht. Es darf jetzt gefeiert, gewürdigt – und vielleicht auch losgelassen werden.
🌙 Was heißt das konkret?
Es geht nicht nur um große Lebensprojekte.
Es geht um feine, manchmal unscheinbare Prozesse:
- Ein Projekt, das dich anfangs begeistert hat, aber jetzt eher Kraft zieht als gibt.
- Eine Freundschaft, die kostbar war, aber sich vielleicht leise verändert hat.
- Ein inneres Ziel, für das du viel gekämpft hast, das sich aber nicht mehr lebendig anfühlt.
- Eine Phase, die dich geprägt hat (z. B. intensive Arbeitszeit, Elternzeit, Heilungsphase) – und wo du spürst: Es darf anders weitergehen.
Das heißt nicht, dass es „gescheitert“ ist.
Im Gegenteil: Es heißt, dass es gelebt hat.
🌻 Ein Beispiel
Stell dir vor, du hast monatelang an einem Herzensprojekt gearbeitet: ein kreatives Hobby, ein Buch, ein Business, eine Ausbildung.
Es war aufregend, neu, lebendig.
Jetzt merkst du: Die Energie ist anders. Du bist nicht mehr neugierig, sondern eher erschöpft.
Das kann ein Zeichen sein: Der Höhepunkt ist erreicht.
Das heißt nicht, dass du alles hinschmeißen musst.
Es heißt: Schau genau hin.
- Muss etwas abgeschlossen werden?
- Darf etwas in eine ruhigere Phase übergehen?
- Ist es Zeit, weniger zu tun und mehr zu ernten?
Wenn du es ignorierst, wirst du müde.
Wenn du es anerkennst, schenkst du dir selbst den Raum, den die Natur dir zeigt:
Jetzt ist nicht säen, nicht treiben, nicht zwingen. Jetzt ist dankbar einsammeln, was da ist – und atmen.
💬 Warum das Mut braucht
Wir leben oft in der Illusion, dass immer „mehr“ besser ist.
Dass wir „dranbleiben“ müssen, „wachsen“, „pushen“.
Aber Lughnasadh erinnert uns:
„Leben heißt nicht nur immer mehr machen.
Es heißt auch, zu erkennen:
Jetzt ist es gut.
Jetzt darf es ruhiger werden.“
Das zu spüren, das zuzulassen, macht frei.
Denn es gibt dir die Hände frei für das, was als Nächstes wachsen will.
🔥 Ritualidee
Du brauchst nicht viel.
🕯️ Zünde eine Kerze an.
🍞 Lege ein Stück Brot oder Obst als Symbol der Ernte vor dich.
✍🏼 Schreibe auf: „Dafür bin ich in diesem Jahr dankbar.“ Lass die Worte fließen.
🔥 Wenn du magst, verbrenne den Zettel als Dank an die Erde.
Spüre: Das Leben trägt dich. Du bist Teil dieses ewigen Kreislaufs.

🃏 Tarot-Spread: Lughnasadh – Deine persönliche Ernte
Hier ein einfacher, aber tiefgehender Spread für diese Zeit:
1️⃣ Was habe ich in diesem Jahr gesät?
2️⃣ Was darf ich jetzt ernten?
3️⃣ Was ist bereit, losgelassen zu werden?
4️⃣ Wofür darf ich mich bedanken?
5️⃣ Welchen Schatz trage ich mit in die dunklere Jahreshälfte?
Ziehe die Karten bewusst, vielleicht nach dem kleinen Ritual.
Lass sie sprechen – nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Bauch.
Spüre hinein, was sie in dir bewegen.
💛 Eine persönliche Einladung
Wenn du diesen Spread legen möchtest:
Ich habe das Highly Sensitive Tarot genau für solche Momente entwickelt.
Für Menschen, die viel fühlen.
Für die leisen Fragen.
Für die Übergänge, wo man nicht nur Antworten sucht, sondern Verbindung.
Es ist ein Tarot für Hochsensible, Feinfühlige, Kreative, Suchende.
Es spricht in Bildern, die dich nicht überfordern, sondern erinnern:
an dich. An das, was du längst weißt.
Wenn du magst, findest du es hier:
👉 Highly Sensitive Tarot – zu meinem Kartenset
Lughnasadh
…ist kein großes Spektakel.
Es ist das leise Fest, das dich fragt:
„Was in deinem Leben ist reif?“
„Und was braucht jetzt deinen Dank, bevor es geht?“
Du musst nichts leisten, nichts perfekt verstehen.
Es reicht, zu fühlen.
Denn die Erde arbeitet auch ohne dich. Und doch – sie freut sich, wenn du schaust.
Wenn du Lust hast auf eine persönliche Tarot- oder Orakel-Ziehung zu Lughnasadh,
schick mir einfach eine Nachricht über Instagram (DM):
👉 @mila_charles_official
Oder schreib mir eine E-Mail an:
✉️ email@milacharles.com
Ich freu mich auf deine Nachricht! 🌻✨
Mila

